Jeudi 08 Janvier 2009
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Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsc
30 épisodes
Montag, 5. Januar 2009
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.GAZA-STADT: Auch am zweiten Tag nach Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen setzt die israelische Armee ihre Angriffe auf Ziele der radikal-islamischen Hamas-Organisation fort. Der israelische Rundfunk meldete, zuletzt seien 30 Ziele angegriffen worden. Bislang zeige Hamas allerdings noch keine offensichtliche Schwächung. Am Wochenende hatten die Soldaten bereits Gebiete im Norden unter ihre Kontrolle gebracht, aus denen militante Palästinenser Raketen auf Israel abgefeuert hatten. Nach übereinstimmenden Berichten gilt der Gazastreifen inzwischen als militärisch geteilt. Seit Beginn der israelischen Offensive sind weit mehr als 500 Palästinenser getötet worden. Israel meldet bislang einen getöteten Soldaten. KAIRO: Vor dem Hintergrund der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen gibt es zahlreiche diplomatische Bemühungen um eine Feuerpause. Tschechiens Außenminister Karel Schwarzenberg führt an der Spitze einer Delegation der Europäischen Union Gespräche zunächst in Ägypten. Dort und auch bei anschließenden Terminen in Jerusalem und im Westjordanland gehe es vorrangig um humanitäre Hilfe für die Palästinenser, hieß es. Parallel befindet sich Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zu einer Vermittlungsmission im Nahen Osten. Nach örtlichen Fernsehberichten wird in Kairo auch eine Verhandlungsdelegation der radikal-islamischen Hamas erwartet. BERLIN: Für das geplante zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung stehen nach Angaben von Unions-Fraktionschef Volker Kauder bis zu 50 Milliarden Euro zur Verfügung. Diese Summe verteile sich auf die Jahre 2009 und 2010, um die Verschuldungsgrenzen der Europäischen Union nicht zu verletzen, sagte er. Die SPD bringt vor den heute in Berlin beginnenden Koalitionsverhandlungen ein Paket von 40 Milliarden Euro vor allem mit Investitionen in den Kommunen ins Gespräch. CDU und CSU hatten sich erst in letzter Minute auf gemeinsame Vorschläge geeinigt. Dazu zählen Steuererleichterungen, niedrigere Krankenkassenbeiträge und Ausgaben für die öffentliche Infrastruktur. MÜNCHEN: Der Chef des ifo-Wirtschaftsinstituts, Hans-Werner Sinn, sieht Deutschland vor der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Auch im Jahr 2010 werde es noch keinen Aufschwung geben, sagte Sinn der 'Bild'-Zeitung. Die Wirtschaftsleistung wird nach Erkenntnissen des Münchner Instituts um mindestens zwei Prozent schrumpfen. Der Ökonom rechnet zudem mit einer dramatischen Entwicklung am Arbeitsmarkt. 2010 könnten dann wieder vier Millionen Menschen erwerbslos sein. PARIS: Fast sieben Jahre nach dem Anschlag auf eine Synagoge im tunesischen Djerba mit 21 Todesopfern beginnt in der französischen Hauptstadt der Prozess gegen drei mutmaßliche Hintermänner. Vor dem Schwurgericht in Paris stehen ein deutscher Islamist sowie der Bruder des tunesischen Selbstmordattentäters. Dritter Angeklagter ist der El Kaida-Führer Khalid Scheich Mohammed, der wegen der Attentate in den USA vom 11. September 2001 in Guantanamo festgehalten wird. Im April 2002 hatte ein Selbstmordattentäter durch die Sprengung eines mit Flüssiggas gefüllten Lastwagens auf der tunesischen Ferieninsel 14 deutsche und und zwei französische Touristen sowie fünf Einheimische getötet. NEU-DELHI: Die indischen Behörden haben Pakistan mutmaßliches Beweismaterial für eine Verwicklung von Pakistanern in die jüngsten Terrorangriffe in Bombay vorgelegt. Zugleich wurde die politische Führung in Islamabad aufgefordert, weitere Ermittlungen anzustellen und dabei zu helfen, die Hintermänner der Attacken vor Gericht zu bringen. Die Anschlagsserie von Ende November hatte zuletzt die Spannungen zwischen den Nachbarländern erheblich verschärft. Indien macht die in Pakistan ansässige Extremistengruppe Lashkar-e-Taiba für die Terrorwelle verantwortlich. Bei den Angriffen auf insgesamt zehn Ziele in Bombay, unter diesen auch zwei Luxushotels, waren 164 Menschen getötet worden. MOGADISCHU: Im Golf von Aden hat ein französisches Kriegsschiff Piraten-Angriffe auf zwei Handelsschiffe vereitelt. 19 somalische Seeräuber wurden festgenommen, wie ein Regierungssprecher in Paris mitteilte. Sie hätten Waffen, Munition und Geräte zum Entern bei sich gehabt. Die Piraten sollen den Behörden in Mogadischu übergeben werden. An der EU-Mission vor der Küste Somalias beteiligt sich auch die deutsche Marine mit einer Fregatte. ATHEN: Ein griechischer Polizist ist in der griechischen Hauptstadt von Unbekannten mit etwa 20 Schüssen aus einer automatischen Waffe lebensgefährlich verletzt worden. Der Angriff richtete sich nach Angaben der Behörden gegen einen Wachposten vor dem Kultusministerium in der Innenstadt von Athen. Bei der Suche nach den Tätern sind inzwischen mehrere Personen festgenommen worden. Erst im Dezember war es nach tödlichen Schüssen auf einen 15-Jährigen bei einem Polizeieinsatz in Athen mehr als zwei Wochen lang gewaltsamen Protesten in ganz Griechenland gekommen. KÖLN/BONN: Bis zu 20 Zentimeter Schnee und Glatteis haben den Verkehr in weiten Teilen Deutschlands lahmgelegt. Tausende kamen zu spät zur Arbeit. Mehrere Autobahnen wurden gesperrt. Der Flugverkehr war ebenfalls behindert. Der Airport Düsseldorf musste wegen des starken Schneefalls vorübergehend komplett gesperrt werden. Auch die Bahn meldete Probleme mit dem Schneewetter. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von den Mittelgebirgen bis zu den Alpen meist stark bewölkt und zeitweise Schneefall. Nach Norden hin Auflockerungen. Höchstwerte minus fünf bis null Grad. Zuletzt meldeten bei Schneewetter: Hamburg: minus 7 Grad;Berlin: minus 4 Grad; Dresden: minus 1 Grad; Köln/Bonn: minus 1 Grad;Frankfurt am Main: minus 2 Grad undMünchen: minus 5 Grad;
Sonntag, 4. Januar 2009
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.GAZA-STADT: Israel setzt seine militärische Offensive im Gazastreifen am Boden, in der Luft und von See aus fort. Örtliche Medien berichten von zahlreichen Todesopfern unter den Palästinensern, nennen jedoch keine genauen Zahlen. Die Armee spricht von 30 verletzten Soldaten in den heftigen Gefechten mit radikal-islamischen Hamas-Kämpfern. Nach Angaben arabischer Sender haben israelische Panzer inzwischen Gaza-Stadt erreicht. Die radikal-islamische Hamas meldet erste Gefangene. Nach israelischer Darstellung konzentrieren sich die Truppen auf die Zerstörung von Raketen-Abschussrampen. Palästinensische Extremisten feuerten dennoch erneut Kassam-Geschosse und Mörsergranaten auf Israel ab. Die Armee berief nochmals tausende Reservisten ein. BRÜSSEL: Die Europäische Union hat eine Soforthilfe von drei Millionen Euro für humanitäre Aufgaben im Gazastreifen beschlossen. Nahrungsmittel, Medikamente und Baumaterial für Notunterkünfte sollen über die Vereinten Nationen bereitgestellt werden, wie der zuständige EU-Kommissar Louis Michel in Brüssel mitteilte. Er rief Israel dazu auf, den Transport der Hilfsgüter zuzulassen. Angeführt von Tschechiens Außenminister Karel Schwarzenberg startet eine EU-Delegation heute eine Vermittlungsmission im Nahen Osten, um einen Waffenstillstand im Gazastreifen zu erreichen. Erste Station ist die ägyptische Hauptstadt Kairo. Zuvor war der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erneut mit einer verbindlichen Resolution für einen Waffenstillstand im Gazastreifen gescheitert. Die USA lehnten einen von Libyen eingereichten Text ab, weil sie Israels Offensive unzulässig mit Terroraktionen der radikal-islamischen Hamas gleichgesetzt sahen. PARIS: Mehrere zehntausend Menschen haben in europäischen Großstädten gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen protestiert und eine Waffenruhe gefordert. Die größte Kundgebung gab es in Paris, wo die Polizei die Teilnehmerzahl auf mehr als 20.000 schätzte. Protestaktionen gab es zudem in Berlin und anderen deutschen Städten, in Großbritannien, Griechenland und Spanien. Auch aus der Türkei, dem Libanon und Indonesien werden anti-israelische Demonstrationen gemeldet. Außenminister Frank-Walter Steinmeier appellierte an die islamischen Staaten, ihren Einfluss für ein Ende der Raketenangriffe militanter Palästinenser auf israelisches Territorium geltend zu machen. BAGDAD: Durch einen Selbstmordanschlag am Eingang einer schiitischen Grabstätte sind im Nordwesten der irakischen Hauptstadt etwa 40 Menschen getötet worden. Die Polizei spricht zudem von mehr als 50 Verletzten. Die Explosion fand an einem Kontrollposten vor dem Imam Mussa-Schrein im mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadtteil Kadhimiya statt. Viele Pilger bereiten sich dort zurzeit auf das so genannte Aschura-Fest in dieser Woche vor. KIEW: Das Tauziehen zwischen Russland und der Ukraine im Streit um die Preise für Erdgas dauert an. Die Führung in Kiew warnte vor ernsten Lieferengpässen in Europa. Sollte sich der russische Gazprom-Konzern weiterhin weigern, die Ukraine zu beliefern, werde dies in rund zwei Wochen Folgen haben, hieß es. Rumänien, Ungarn, Polen und Bulgarien hatten bereits einen Rückgang von russischem Gas gemeldet, das durch Pipelines in der Ukraine gepumpt wird. Delegationen beider Seiten reisen inzwischen durch europäische Hauptstädte, um sich jeweils als verlässlicher Energiepartner zu präsentieren. Die Europäische Union kündigte an, dass der Konflikt am Freitag in Brüssel diskutiert werde. Eine Vermittlerrolle lehnt die EU ab. BERLIN: Russland will das Partnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union nach den Worten seines Botschafters in Berlin in diesem Jahr abschließen. Die EU habe sich bei der Vermittlung im Kaukasus-Konflikt mit Georgien als engagierter und effizienter Vermittler bewährt, sagte Botschafter Wladimir Kotenew. Dem damaligen EU-Ratspräsidenten Nicolas Sarkozy sei es gelungen, eine Eskalation zu verhindern. Die NATO habe hingegen beim Konfliktmanagement im vergangenen August versagt. Langfristige Vereinbarungen zu einer dauerhaften Lösung des Konflikts im Südkaukasus könnten aber nur mit einer neuen Regierung in Tiflis getroffen werden, betonte Kotenew. PRISTINA: Nach Gewalttaten im Norden des Kosovo haben die KFOR-Truppe der NATO und die EU-Polizei- und Justizmission (EULEX) ihre Präsenz im Norden des Landes erhöht. Die KFOR sei verstärkt in der zwischen Kosovo-Albanern und Serben getrennten Stadt Kosovska Mitrovica im Einsatz, EULEX-Beamte in der gesamten Nordregion, teilte die EU-Mission mit. - In Kosovska Mitrovica war es am Dienstag zu Ausschreitungen gekommen, nachdem ein junger Serbe niedergestochen worden war. In der Nacht zu Samstag wurden sieben Feuerwehrmänner bei einer Explosion verletzt. BERLIN: Kurz vor dem Spitzentreffen der Union zum geplanten zweiten Konjunkturpaket der Bundesregierung hat die CSU nochmals sofortige Steuersenkungen gefordert. Ohne solch eine Entlastung der Bürger könne er sich die Zustimmung seiner Partei zu weiteren Konjunkturmaßnahmen nicht vorstellen, sagte der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung'. Die SPD lehnt eine Senkung der Steuern ab und will stattdessen die Sozialabgaben deutlich senken. PASSAU: Mit zwei Kundgebungen haben mehr als 1.000 Menschen im bayerischen Passau friedlich gegen einen Aufmarsch von Neonazis protestiert. Rund 300 Anhänger der rechtsextremen NPD demonstrierten gleichzeitig vor der Polizeidirektion dagegen, dass nach dem Messerangriff auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl vor drei Wochen gezielt in der rechten Szene nach dem Täter gesucht wird. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte die Neonazi-Demo unter Auflagen genehmigt. 1.500 Polizisten waren im Einsatz. JAKARTA: In Ost-Indonesien sind durch eine Serie von schweren Seebeben mit zeitweiliger Flutwellen-Warnung mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Tausende wurden in Angst und Schrecken versetzt. Viele Menschen im indonesischen Teil der Insel Neuguinea flüchteten nach den Erdstößen in einer Stärke von mehr als sieben aus ihren Häusern ins Landesinnere. Das Seebeben ereignete sich nordwestlich vor Manokwari, der größten Stadt der Provinz West-Papua. Dort stürzten mehrere dutzend Häuser ein, unter diesen auch mehrere Hotels. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden teilweise heiter. Sonst überwiegend stark bewölkt mit teils länger andauerndem Schneefall. Im Norden auch Regen oder Schneeregen. Höchstwerte minus sechs bis plus zwei Grad. Am Morgen meldeten: Hamburg: plus 2 Grad, RegenBerlin: plus 1 Grad, SchneeregenDresden: minus 1 Grad, SchneefallKöln/Bonn: 0 Grad, bedecktFrankfurt am Main: minus 3 Grad, stark bewölktMünchen: minus 6 Grad, bedeckt
Samstag, 3. Januar 2009
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.GAZA: Die israelische Luftwaffe hat auch in der Nacht zu Samstag wieder mutmaßliche Ziele der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen angegriffen. Dazu gehörten nach israelischen Armeeangaben unter anderem Waffenlager und Ausbildungscamps. Der in Syrien lebende Hamas-Führer Khaled Meschaal warnte Israel derweil in einer vom Fernsehsender Al Dschasira ausgestrahlten Videobotschaft vor einer Bodenoffensive. Israelische Panzer und Truppen haben entlang der Grenze zum Gazastreifen Position bezogen. In den israelischen Städten Tel Aviv, Haifa und Sachnin sind an diesem Samstag Demonstrationen von Gegnern der Militäroffensive geplant. WASHINGTON: Der scheidende US-Präsident George W. Bush hat die radikal-islamische Hamas für die gegenwärtige Situation im Gazastreifen verantwortlich gemacht. Israel habe nur reagiert. In seiner vorab veröffentlichten wöchentlichen Ansprache sagte Bush, der Bruch der Waffenruhe durch die Raketenangriffe auf israelisches Gebiet sei ein - so wörtlich - Akt des Terrors. Ein neuer Waffenstillstand müsse sicherstellen, dass keine weiteren Waffen in den Gazastreifen geschmuggelt würden. Ein entsprechendes Abkommen müsse von internationalen Beobachtern überwacht werden. MOSKAU: Rumänien, Ungarn, Polen und die Slowakei spüren die Auswirkungen des russisch-ukrainischen Gasstreits. Alle vier Länder meldeten einen starken Druckabfall; Rumänien gab an, die Lieferungen seien um rund 33 Prozent zurückgegangen. Die Ukraine hatte am Freitagabend angekündigt, sie zweige einen Teil des russischen Gases für eigene Zwecke ab. Beide Länder streiten derzeit über unbezahlte Rechnungen und den künftigen Lieferpreis. Russland hatte am Donnerstag seine Gaslieferungen an die Ukraine eingestellt. COLOMBO: Die srilankische Armee rückt einen Tag nach der Eroberung der Rebellen-Hochburg Kilinochchi im Norden der Insel weiter vor. Im Fokus steht nun die Hafenstadt Mullaitivu. Die Rebellen der "Befreiungstiger von Tamil Eelam" haben bislang noch nicht auf die Eroberung ihrer heimlichen "Hauptstadt" am Freitag reagiert. Kurz nach Bekanntgabe des Armeeerfolgs durch Präsident Mahinda Rajapaksa ereignete sich vor dem Quartier der Luftwaffe in der Hauptstadt Colombo ein Selbstmordanschlag. Dabei kamen mindestens drei Menschen ums Leben. NAIROBI: Kenias Präsident Mwai Kibaki hat ein umstrittenes Mediengesetz unterzeichnet, das nach Auffassung von Kritikern zu einer Beeinträchtung der Pressefreiheit in dem ostafrikanischen Land führen wird. Das Anfang Dezember vom Parlament verabschiedete Gesetz erlaubt es den Behörden unter anderem, Medienhäuser zu durchsuchen, Telefone von Journalisten abzuhören und Einfluss auf Rundfunksendungen zu nehmen. WIEN: Der bei einem Skiunfall schwer verletzte thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus hat nach Einschätzung der behandelnden Ärzte in Österreich gute Chancen auf eine vollständige Genesung von der erlittenen Schädel-Hirn-Verletzung. Der 50-Jährige ist nach Angaben der Staatskanzlei in Erfurt inzwischen aus dem künstlichen Koma aufgewacht und ansprechbar. - Althaus war am Neujahrstag auf einer Skipiste in der Steiermark mit einer Slowakin zusammengeprallt. Die Frau starb während des Transports ins Krankenhaus. BERLIN: Die Bundesagentur für Arbeit hat 2008 nach Angaben ihres Vorstandschefs Frank-Jürgen Weise eine Milliarde Euro Überschuss erzielt, trotz der vor einem Jahr deutlich gesenkten Beitragssätze. Zusammen mit den Rücklagen aus den Jahren zuvor sei eine Reserve von nun über etwas mehr als 16 Milliarden Euro in der Kasse. Damit sei die Bundesagentur handlungsfähig und könne in der Wirtschaftskrise zum Beispiel mit Kurzarbeit viele Jobs erhalten. Als wichtigstes Instrument der Agentur nannte Weise die Weiterbildung von Arbeitnehmern, um der Krise gegenzusteuern. WIESBADEN: Aufgrund des Aufschwungs der vergangenen Jahre kann Deutschland für das abgelaufene Jahr die beste Jobbilanz seit der Wiedervereinigung vorlegen. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden registrierte im Jahresdurchschnitt 40 Millionen 350.000 Erwerbstätige. Das entspricht im Vergleich zu 2007 einem Plus von 582.000 Beschäftigten. Die stärkste Zuwachsrate fiel im Dienstleistungsbereich an, es folgt die Industrie sowie die Land- und Forstwirtschaft. - Dem positiven Rückblick stehen deutlich trübere Aussichten entgegen. Für das begonnene Jahr rechnen Wirtschaftsexperten mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahl um 500.000 bis 700.000. PASSAU: Genau drei Wochen nach dem Messerangriff auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl darf die rechtsextremistische NPD durch die Stadt marschieren. Nach dem Regensburger Verwaltungsgericht genehmigte am Freitagabend auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München die Demonstration unter Auflagen. Die Stadt Passau hatte den Aufmarsch untersagt, weil sie eine Verunglimpfung des Opfers befürchtete. Neonazis wollen wegen der Ermittlungen in der rechten Szene nach dem Attentat auf Mannichl an diesem Samstag vor der Passauer Polizeidirektion aufmarschieren. Die Fraktionen der Stadt und mehrere Organisationen riefen zu Gegenkundgebungen auf. BERN: Der österreichische Schriftsteller Johannes Mario Simmel ist tot. Er starb nach Angaben seines Anwalts bereits am Neujahrstag im Alter von 84 Jahren in einer Seniorenresidenz nahe der Schweizerischen Stadt Zug. Sein Durchbruch als Romanautor gelang Simmel 1960 mit dem Buch 'Es muss nicht immer Kaviar sein'. Seine 35 Romane und Erzählungen erschienen in 33 Sprachen in einer Auflage von mehr als 73 Millionen Exemplaren. Die NS-Zeit und der Rechtsextremismus sind zentrale Themen in vielen Büchern. Von der Literaturkritik wurden Simmels Werke jedoch meist als trivial eingestuft. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst vielfach sonnig. Im Norden und Nordosten zunehmende Bewölkung und aufkommender Schneefall. Höchstwerte zwischen minus fünf Grad im Süden und plus vier Grad im Norden. Am Morgen meldeten: Hamburg: - 2 Grad, wolkig; Berlin: - 10 Grad, gering bewölkt; Köln/Bonn und München: - 8 Grad, sonnig und Frankfurt am Main: - 5 Grad, sonnig.
Freitag, 2. Januar 2009
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.GAZA-STADT: Die israelische Luftwaffe hat am siebten Tag in Folge Luftangriffe gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen geflogen. Eine Armeesprecherin erklärte, unter den 20 angegriffenen Zielen sei auch das Hauptquartier des militanten Flügels der Hamas. Die Organisation rief zu Massenprotesten nach dem Freitagsgebet auf. Am Donnerstag hatten militante Palästinenser mehr als 50 Raketen auf Israel abgefeuert. Mehrere hundert Ausländer im Gazastreifen wollen das Gebiet angesichts der israelischen Luftangriffe und aus Furcht vor einer Bodenoffensive verlassen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Jerusalem wird ihnen die Ausreise gestattet und damit entsprechenden Bitten der Botschaften der Länder nachgekommen. Israel hat Panzer und Soldaten vor dem Gazastreifen zusammengezogen. Seit Beginn des Militäreinsatzes vor fast einer Woche wurden nach palästinensischen Angaben mehr als 400 Menschen getötet, unter ihnen auch ein Hamas-Führer mit seiner Familie. BRÜSSEL: Auf den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine haben die Europäische Union und die USA mit Besorgnis reagiert. Die Regierungen in Moskau und Kiew wurden aufgerufen, ihren Konflikt um neue Lieferkonditionen und ausstehende Rechnungen für russisches Erdgas rasch beizulegen. Der ukrainische Staatspräsident Viktor Juschtschenko erklärte, er rechne mit einer Kompromisslösung bis Mitte nächster Woche. Unterdessen teilte die ungarische Regierung mit, anders als beim russisch-ukrainischen Gasstreit 2006 gebe es in Ungarn keine Versorgungsprobleme. Das Land bezieht fast 90 Prozent seiner Gaslieferungen aus Russland, über eine Pipeline, die durch die Ukraine führt. Anfang 2006, als Moskau zum ersten Mal der Ukraine den Gashahn zugedreht hatte und diese sich offenbar an den Transitlieferungen für Westeuropa schadlos hielt, hatte Ungarn bis zu 30 Prozent weniger Gas erhalten als vertraglich zugesichert. COLOMBO: Regierungstruppen auf Sri Lanka sind erstmals seit zehn Jahren in die Rebellenhochburg Kilinochchi im Norden des Inselstaates vorgedrungen. Von zwei Seiten seien Soldaten in die Stadt vorgerückt, erklärte ein Militärsprecher. Über das Ausmaß der Kämpfe wurden keine Angaben gemacht. Präsident Mahinda Rajapaksa kündigte an, das Militär werde den Aufstand der Tamilen-Rebellen im neuen Jahr niederschlagen. Die tamilischen Rebellen kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat im Norden Ceylons. Dem Konflikt sind schon mehr als 70.000 Menschen zum Opfer gefallen. WIEN: Nach einem schweren Skiunfall liegt der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus in Österreich im Krankenhaus. Wegen seiner gravierenden Verletzungen und eines Schädel-Hirn-Traumas haben ihn die Ärzte in ein künstliches Koma versetzt. Lebensgefahr bestehe aber nicht, heißt es. Der 50-jährige CDU-Politiker war am Neujahrstag beim Skifahren in der Steiermark mit einer Skifahrerin zusammengestoßen. Die 41-Jährige starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. BERLIN: Vor dem Treffen der Koalitionsspitzen am kommenden Montag streiten die Parteien über die weiteren Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer bekräftigte im 'Handelsblatt', für die Christsozialen seien Steuersenkungen unverzichtbar für das zweite Konjunkturpaket der Regierung. Unklar ist, ob die CDU den Forderungen ihrer Schwesterpartei nachgibt. Die Entscheidung darüber werde erst am Sonntag fallen, stellte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla klar. Der Koalitionspartner SPD lehnte Steuersenkungen erneut strikt ab. Statt dessen seien Entlastungen der Bürger bei den Gesundheitskosten vorstellbar, sagte Generalsekretär Hubertus Heil. So könne etwa ein Teil des Beitragssatzes durch Steuern gedeckt werden. WIESBADEN: Die Zahl der Erwerbstätigen hat im vergangenen Jahr Rekordhöhe seit der Wiedervereinigung erreicht. Trotz Finanzkrise und Wirtschaftsflaute hatten 2008 im Jahresdurchschnitt mehr als 40 Millionen Menschen eine Stelle. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren das 582.000 oder 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch 2008 sei Der Anstieg vom konjunkturellen Aufschwung ausgelöst worden, der bis weit in die erste Jahreshälfte angehalten habe, so die Statistiker. Der folgende Konjunkturabschwung habe sich nicht wesentlich auf das Jahresergebnis ausgewirkt, da der Arbeitsmarkt mit Verzögerung reagiere. Der Zuwachs 2008 sei fast ausschließlich mit neuen sozialversicherungspflichtigen Jobs geschafft worden, hieß es weiter. Die Zahl der Selbstständigen habe lediglich leicht zugenommen. ISLAMABAD: Im Nordwesten Pakistans sind beim zweiten mutmaßlichen US-Raketenangriff seit Jahresbeginn mindestens drei Menschen getötet worden. Nach Angaben pakistanischer Sicherheitskräfte schlugen zwei US-Raketen in mutmaßlichen Verstecken der radikalislamischen Taliban nahe der Ortschaft Ladha in der Provinz Süd-Waziristan ein. Erst am Donnerstag waren in derselben Provinz durch eine US-Rakete fünf Insassen eines Fahrzeuges getötet worden. Die USA bombardieren immer wieder Ziele im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan, das den Taliban-Rebellen als Rückzugsgebiet dient. Die Beziehungen zwischen Washington und Islamabad sind wegen der Angriffe gespannt. SANTIAGO DE CUBA: Der kubanische Präsident Raul Castro geht davon aus, dass sich die Beziehungen seines Landes zu den USA weiter schwierig gestalten werden. Anlässlich der Feiern zum 50. Jahrestag der kubanischen Revolution sagte der Bruder des langjährigen Staatschefs Fidel Castro, Washington werde 'niemals aufhören, aggressiv und dominant zu sein'. Dennoch sei die Revolutionsbewegung in Kuba 'stärker denn je'. - Die USA führen seit Jahrzehnten einen ideologischen Feldzug gegen die kubanische Führung. Seit 46 Jahren gilt ein Wirtschaftsembargo gegen die Karibikinsel. Der künftige US-Präsident Barack Obama steht Handelserleichterungen jedoch offen gegenüber. NEW YORK: Die 'Bank of America' ist die neue Nummer 1 der US-Banken. Mit der am Neujahrstag vollzogenen Übernahme der Investmentbank 'Merrill Lynch' kommt das Institut nun auf eine Bilanzsumme von rund 2,7 Billionen Dollar. Damit überholte die 'Bank of America' ihre Konkurrenten 'JP Morgan' und 'Citigroup'. Die einst ruhmreiche 'Merrill Lynch' war in den Strudel der Finanzkrise geraten. Sie hatte im September nach 94 Jahren ihre Eigenständigkeit aufgeben müssen. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In den Mittelgebirgen etwas Schnee, sonst aufgeheitert, im Süden trocken. Die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich zwischen minus drei Grad in Oberbayern und plus zwei Grad am Rhein.
Donnerstag, 1. Januar 2009
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.MOSKAU: Der russische Staatskonzern Gazprom hat seine Drohungen wahr gemacht und die Gaslieferungen an die Ukraine am Neujahrsmorgen eingestellt. Die Versorgung sei mit Auslaufen des alten Vertrags gestoppt worden, bestätigte der Monopolist. Das Unternehmen versicherte zugleich, Europa werde weiterhin voll mit Gas beliefert. Durch die Ukraine fließen 80 Prozent des für Westeuropa bestimmten Erdgases aus russischer Förderung. Die Ukraine und Russland streiten über die Begleichung von Schulden und neue Lieferpreise. Aktuell zahlt die Ukraine knapp 180 Dollar je 1.000 Kubikmeter Gas. Russland verlangt 250 Dollar. Zudem hat die Ukraine laut Gazprom Schulden über 2,1 Milliarden Dollar nicht vollständig beglichen.--In den vergangenen Jahren hatte es ähnliche Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern gegeben. TEL AVIV: Die israelische Luftwaffe hat auch in der Nacht zum Neujahrstag Angriffe auf Ziele im Gazastreifen geflogen. Bombardiert wurden erneut Regierungsgebäude der Hamas. Seit Beginn der Offensive vor sechs Tagen sind im Gazastreifen rund 400 Palästinenser getötet worden. Israel beklagt vier Todesopfer durch Raketen islamischer Extremisten. Der israelische Rundfunk meldet, am Rande des Gazastreifens würden zahlreiche Bodentruppen auf den Einmarschbefehl warten. Mehrere tausend Soldaten seien in Bereitschaft. NEW YORK: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist vorerst mit einer verbindlichen Resolution für einen Waffenstillstand im Gazastreifen gescheitert. Eine von den arabischen Staaten beantragte Sondersitzung ging in New York ohne Abstimmung zu Ende. Nach Meinung des Westens war der von Libyen eingereichte Text zu einseitig gegen Israel gerichtet. Palästinensische Vergeltungsaktionen seien nur am Rande erwähnt. Israels Außenministerin Zipi Livni wird an diesem Donnerstag in Frankreich erwartet. Präsident Nicolas Sarkozy reist nächste Woche in den Nahen Osten. ISLAMABAD: Pakistan und Indien haben ungeachtet aktueller Spannungen und militärischer Drohungen wieder Bestandslisten ihrer atomaren Arsenale ausgetauscht. Entsprechende Berichte über nukleare Anlagen und Einrichtungen wurden nach Angaben der Außenministerien in Islamabad und Neu Delhi übergeben. Die Auseinandersetzung um die Aufklärung der Terrorangriffe von Bombay im November dürfe den 1992 begonnenen Informationsaustausch nicht beeinträchtigen, wurde betont. BANGKOK: Bei einem verheerenden Brand in einem Nachtclub der thailändischen Hauptstadt sind mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 200 Personen erlitten Verletzungen, wie die Polizei in Bangkok mitteilte. Nach ersten Ermittlungen wurde der Brand vermutlich durch Feuerwerkskörper ausgelöst. In dem Nachtclub hatten rund 1.000 Menschen den Jahreswechsel gefeiert, unter ihnen auch ausländische Touristen. HAVANNA: Die Karibikinsel Kuba feiert an diesem Donnerstag den 50. Jahrestag der von Fidel Castro angeführten Revolution. Die politische Führung begeht den Tag mit einer Zeremonie in Santiago de Cuba, dem früheren Hauptquartier der Guerrilleros. In der südostkubanischen Stadt verkündete Castro am 1. Januar 1959 den Sieg über den Diktator Fulgencio Batista, der zuvor aus dem Land geflohen war. Ein halbes Jahrhundert später steht Kuba vor allem vor großen wirtschaftlichen Problemen. Der 82-jährige Fidel Castro ist wegen seiner angeschlagenen Gesundheit seit Sommer 2006 nicht mehr öffentlich aufgetreten und wurde an der Staatsspitze inzwischen von seinem Bruder Raúl abgelöst. PRAG: Tschechien hat zum Jahreswechsel die EU-Ratspräsidentschaft für die kommenden sechs Monate übernommen. Als Schwerpunkte hat sich der tschechische Regierungschef Mirek Topolanek neben der Wirtschaftskrise und den EU-Außenbeziehungen die Frage der Energiesicherheit gesetzt. Dieser Punkt ist wichtig auch angesichts des aktuellen Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine. Unklar ist, ob der als EU-kritisch bekannte tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus zur Belastung für Topolanek werden könnte. Tschechien mit rund zehn Millionen Einwohnern trat der Europäischen Union 2004 bei. BRATISLAVA: Der Kreis der Euro-Staaten ist um ein Mitglied größer geworden. Mit dem Beitritt der Slowakei gehören künftig 16 Länder zur einheitlichen Währungszone. Für nun 330 Millionen Menschen ist der Euro damit das einheitliche Zahlungsmittel. Die Slowakei gehört zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften in der Europäischen Union. LINZ: Das österreichische Linz und die litauische Hauptstadt Vilnius sind Kulturhauptstädte Europas 2009. Mit prachtvollen Feuerwerken starteten die beiden Städte in der Silvesternacht den einjährigen Reigen von Kulturveranstaltungen. "Linz verändert" ist das Motto, das sich die Stadt an der deutschen Grenze für das kommende Jahr gegeben hat. Statt als Industriestandort, will man sich als modern und weltoffen präsentieren. Vilnius hatte den deutschen "Lichtarchitekten" Gert Hof engagiert, der um Mitternacht die tausendjährige Geschichte Litauens aufleuchten ließ. - Mit ihrem Programm will sich die Barockstadt Vilnius mit ihrer jüdischen, polnischen und russischen Identität auseinandersetzen. - Der Etat des Baltenstaates dafür war jedoch angesichts der Finanzkrise bereits um mehr als zehn Prozent gekürzt worden. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Das neue Jahr beginnt meist neblig-trüb. Sonnig am ehesten in den Mittelgebirgen. Südlich der Donau und im Nordosten auch Schnee. Maximal minus vier bis plus vier Grad. --- Milder vor allem an der See und am Oberrhein.


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